Auf dem Weg zur Kita bekomme ich plötzlich Kopfschmerzen. Sie werden so stark, dass ich ständig denke: Kopfschmerzen, Kopfschmerzen, Kopfschmerzen. An der Kita angekommen, ist der liebe Sohn noch bestens gelaunt, doch das ändert sich rasch, plötzlich ist nichts mehr in Ordnung und er weint bitterlich. Keine leichte Zeit gerade: In der Kita spielen sich Dramen ab. Nicht unter den Kindern, nein, es sind die Erwachsenen, die für eine schlechte Stimmung sorgen und das merken auch die Kleinkinder. Jeden Tag wurde die Abgabe schwieriger; heute war es besonders hart. Aber irgendwie ging es doch. Zu Hause aß ich einen griechischen Joghurt und trank Wasser – die Kopfschmerzen verschwanden. Sodann machte ich mich auf den Weg zur Arbeit, mit dem Rad durch den Stadtwald und wieder rein in den urbanen Raum; alle Ampeln rot. Bin allein im Büro, es ist niemand da. Es herrscht Stille. Zum Mittagessen tauchen immerhin noch zwei Kollegen auf, mit denen ich zur Kantine schwebe; es gibt Cevapcici. Zurück im Büro entscheide ich, was sinnvoll ist und fahre ins Homeoffice. Zu Hause schmeckt der Kaffee besser und ich kann laut Musik hören.