Antirauschen.
Ein persönliches Blog

In Leipzig

Ein Städtetrip nach Leipzig: viel Sonne, Hitze – und ein echter Nazi im Drogeriemarkt.

«Der Zug endet hier, bitte steigen Sie aus.» Also raus aus dem IC und rein in die große Bahnhofshalle mit ihrer hohen Decke – hinein in den Trubel. Wir schwimmen im Strom, der uns ins Sonnenlicht führt. Draußen herrscht Hitze, es ist ja auch Hochsommer, zumindest für ein paar Tage. Zuerst geht es zum Hotel, mit dem Trolley im Schlepptau, der über die Fugen im Boden klackert.

Ich fühle mich wie ein nerviger Tourist, der durch Barcelona bollert. Dessen Köfferchen wie ein widerspenstiger Hund zerrt und zaudert. Das Gefühl verfliegt aber schnell, weil es auch egal ist. Unser Ziel also: das Motel One an der Nikolaikirche. Einchecken, auspacken und wieder los. Es ist abends, wir haben Hunger. Zu Fuß gehen wir in Richtung Süden, um in der Südvorstadt zu essen. Das tun wir dann im Pholosophy (Website), sitzen draußen, während allmählich die Sonne untergeht. Schön hier!

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Ich höre Stimmen

Eine Stimme. Tief und laut, viel zu laut. Es ist früh, viel zu früh. Halb sechs, fünf Uhr dreißig. Die Stimme wird zu einem Lachen, es ist der lustigste Mann der Welt, der so früh schon so viel Freude hat. In mir steigt Hass auf. Und ich steh auf. Auf dem Balkon sehe ich den Mann hoch oben in der Luft; vierter Stock, es sind sogar zwei Männer, rauchend. Sie stehen auf dem Balkon und plappern. Lachen. Haben Spaß. Ihre Stimmen hallen hin und her, der Hinterhof ist ihre Konzerthalle. Guten Morgen! Ich grummle die Männer an1, reg mich auf, aber die Männer lachen nur und äffen mich nach. Hahaha2.

  1. Ich bin ein Langschläfer, der sich natürlich an gesellschaftliche Zwänge angepasst hat, und deshalb früh aufsteht. Aber nicht um 5 Uhr, auch nicht um 6 Uhr! Diese Zeiten sind zu verschlafen, finde ich. Und wenn das mal nicht geht, bin ich traurig, bis der erste Kaffee für bessere Laune sorgt.
  2. Das Problem dürfte sein, dass wir gern mit offenem Fenster schlafen. Schall und Rauch dringen natürlich leichter erst ins Schlafzimmer ein – und dann in meine Ohren.

Um diese Zeit gilt sogar noch die Nachtruhe, die von 22 bis 6 Uhr für Ruhe sorgen soll. Hält sich natürlich niemand dran, klar. Im Sommer sowieso nicht. Niemand würde um 23:30 Uhr den lauten Nachbarn um Ruhe bitten. Niemals. Auch an einem Dienstag nicht. Auch um 0:30 Uhr sagt keiner was. Auch nicht um 1 Uhr. Auch wenn die hohle Nachbarin auf dem Balkon hockt und gackert und ihre Bluetooth-Box plärrt und wummert. Egal, alles egal. Oder alle schlafen nach vorne raus, zur Straße, da ist es beizeiten ruhiger. Oder sie trinken sich alle in seinen friedlichen Schlaf (der ja in Wahrheit gar nicht so friedlich ist).

Ruhe und Ordnung

In der alten Nachbarschaft gab es die alte Dame, die sich das nicht hat gefallen lassen. Die zischte: Ruhe! Es war 22:01 Uhr und die Nachtruhe eine Minute jung. Ihr Fenster ging auf, das Gesicht erschien, sie stellte erbost fest: «Die quatschen schon wieder. Unmöglich!» Das war ein ganz anderes Regiment. Hier gelten andere Regeln, eine ältere Dame, die für Ruhe und Ordnung sorgt, fehlt. Gut so, an sich, aber manchmal will ich sie zurück. Zum Beispiel an diesem Morgen um fünf Uhr dreißig. Dass sie zischt: Ruhe! Und dann wäre auch endlich: Ruhe.

Wenn das Firmware-Update am Kabel scheitert

Firmware-Updates kosten Zeit und nerven. Besonders ärgerlich, wenn sie an einer Banalität scheitern – zum Beispiel an einem falschen Kabel.

Mir fiel ein, dass ich die Firmware von meiner Kamera aktualisieren könnte, von meiner Alpha 6300 der Marke Sony. Denn tatsächlich: Es gab längst eine neuere Version, ein brandneues Firmware-Update. Also stöpselte ich die Kamera via USB an meinen Mac und legte los. Ich musste zwei Dateien herunterladen und die eine in die andere ziehen und so weiter. Der Vorgang war etwas seltsam und erschien mir unnötig komplex, aber das ist typisch für Sony: allein das Kameramenü!

Jedenfalls funktionierte es nicht – die Software behauptete, dass keine Kamera angeschlossen wäre. Seltsam. Ich fragte Google, was zu tun sei und die allmächtige Internet-Göttin verriet mir, dass es sicherlich am USB-Kabel liegen würde. Ich habe die Kamera nämlich mit irgendeinem Kabel angeschlossen. Ist doch völlig egal, dachte ich. Aber nein, nein, schrieb die Hilfeseite von Sony. Nur das Originalkabel vermag ein Update zur Alpha zu transportieren, Sie Dummerchen!

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Vanmoof S2 erwacht

Im Prinzip war dann plötzlich Sommer – im Februar: blauer Himmel, warmer Sonnenschein, fast zwanzig Grad C. Vor einer Woche lag noch überall Schnee herum, jetzt gibt’s Eis nur noch im Becher und mit Erdbeersoße. Zeit, mein Fahrrad aus dem Keller zu hieven, mein S2 von Vanmoof.

Jedenfalls schrauben die Nachbarn fleißig an ihren Fahrrädern herum, wechseln Schläuche aus und pumpen Reifen auf. Einer macht alles komplett neu, ist damit den ganzen Tag beschäftigt. Ich hab es wesentlich einfacher: Mein Rad ist in einem guten Zustand, der Luftdruck ist in noch Ordnung und der Rahmen nur ein bisschen staubig.

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