Erste Kita-Woche

14. August 2026

(Work in progress.) Die erste Woche der Kita-Eingewöhnung ist geschafft. Ich verbrachte täglich drei Stunden in der Kita, las vor, saß herum oder wurde geärgert. Ich habe mit Autos gespielt, geknetet oder war im Tobe-Raum. Ich mag den Tobe-Raum nicht; ich hasse ihn sogar. In dem Raum dürfen Kinder toben. Sie sind laut, sehr laut, es ist verrückt. Ich stehe da, weil ich den lieben Sohn noch begleite. Stets halte ich mich in seiner Nähe auf, manchmal sitze ich weiter entfernt, manchmal muss ich ganz nah bei ihm sein, während er die neue Kita erkundet und die Kinder kennenlernt. Im Tobe-Raum spielen sie gerade Löwen. Laute Löwen – ohrenbetäubend. Ich wäre gern am Strand, würde auf dem warmen Sand liegen und in den Himmel starren. Das Rauschen des Meeres wäre zu hören – uaarrr, der Löwe zerfleischt eine Antilope.

In der Kita gibt es viele Regeln zu lernen. Ich habe da auch keinen Überblick, ich bin auch schwer damit beschäftigt, die Namen der Kinder zu lernen, was mir nicht leichtfällt. Ich verwechsle alle und kann mir so manchen Namen schlicht nicht merken. Es muss eine Krankheit sein, die mich daran hindert, dass ich weiß, wie dieses Mädchen da heißt. Egal. Die Kinder erzählen mir viele Dinge, na ja, mich interessiert das nicht so recht, aber ich täusche Interesse vor und stelle Anschlussfragen. Ich möchte aber nicht zu beliebt sein; bin doch nur temporär hier.

Der andere Vater hingegen geht all in. Er spielt und tobt und albert herum; er scheint großen Spaß zu haben. Glaube aber, dass er etwas übertreibt und dass in Ratgebern zur Kita-Eingewöhnung sicherlich steht, dass man sich als Vater lieber etwas zurückhalten sollte, aber was weiß ich schon?