SPEX und MISSY

Im Hauptbahnhof, Spex und Missy kaufen. Im ersten Laden sehe ich nur die Spex, die lasse ich erst mal liegen und ziehe weiter. Dumme Entscheidung.

Im zweiten Laden gibt’s weder S noch M. Ein dürrer Mann mit grüner Cordhose zieht sich ein labriges Busenheft aus dem Regal und blättert konzentriert durch die Seiten. Ich ziehe weiter.

Im dritten Laden gibt’s Missy mit Sookee drauf; coole Frau. Von der Spex gibt’s aber nur noch ein Exemplar, das arg zerlesen aussieht – das lass ich lieber liegen. Der Mann mit der grünen Cordhose ist mir offenbar gefolgt, er knödelt jetzt an den PC-Zeitschriften vorbei, hin zu den Tittenheften. Ich hatte mich schon immer gewundert, wer die eigentlich kauft. Gibt’s doch alles im Netz, gratis, anonym, in endlosen Massen. Weiß die Cordhose vielleicht gar nicht, dass es das gibt.

Ich kaufe dann die Missy mit Sookee und ziehe weiter, zurück zum ersten Laden, die Spex holen. Als altmodischer Papierleser hat man es manchmal nicht so leicht.