Tage der Pandemie

Der Schnee schmilzt, ist geschmolzen. Der Himmel ist eine weiße Fläche, als hätte jemand eine große Decke ausgebreitet. Die Tage gleichen sich, alles wiederholt sich, Pandemie allerorten und das Fernsehen sendet nur noch Sondersendungen. Immer der Spahn, sein Gesicht, seine Worte. Entschuldigungen und Erklärungen, Kritik hier, Gegner da. Es ist ermüdend, alldem zuzuhören. Ist nicht alles schon gesagt? Alles wiederholt sich.

Überlege mal wieder, Instagram zu löschen. Und Twitter und Facebook; alles, jede App. Das Smartphone leerfegen. Es ist dann nur noch eine Uhr mit Telefonfunktion. Kann aber auch die Temperatur anzeigen: 8 Grad Celsius im Moment, an diesem Mittwoch, Anfang Februar. Zu viel Zeit in Streams verbringen, das ist jetzt nun mal so, weil da draußen keine Alternative verfügbar ist. Nur der Supermarkt. Die Drogerie; wenn sie doch berauschende Drogen im Angebot hätte. Und nicht nur Klopapier. Es folgt: das Mittagessen. Es folgt: ein Spaziergang. Es folgt: Zerstreuung.

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